Postcards from Sicily

During my journey through Sicily, I sent my friends and family every morning a Picoftheday. See the full collection of my very personal impressions:

 

 

(Copyright of all pictures: slingpressphoto/Martina Haas — no unauthorized publication)

Of course my shoes got wet…

Einen „Medicane“ nennen sie in den Medien jetzt das, was die ionische Küste Siziliens in den vergangenen Tagen in Aufruhr versetzt hat. Ein Art tropischer Wirbelsturm im Mittelmeer, einen Mediterrian Hurricane, der die See in ein aufgewühltes Spektakel verwandelt hat. Auch Schäden hat er hinterlassen, zum Glück keine Verletzten oder gar Toten. In Calabernardo, ein kleiner Außenposten Notos am Meer, haben sie am Tag danach aufgeräumt.

Mit Baggern wurde der Sand von der Küstenstraße beiseite geschoben, den die Brecher tags zuvor an Land geworfen hatten. Dicke Steinbrocken liegen auf dem Asphalt. Ein Stück der Piste ist weggespült worden. Die meisten Boote wurden offenbar rechtzeitig in Sicherheit gebracht, nur die „Giusi“, die hier schon immer liegt, war den Wogen, die trotz der Wellenbrecher auf das Dorf hereinbrachen, ausgesetzt. Jetzt wurde auch sie aus dem Wasser geholt.

Signore Levanzo schaut auf das immer noch immer unruhige Meer hinaus. So ist das halt, meint er, wenn der Herbst kommt, aber nicht jedes Jahr so heftig, erklärt er mir. Der Sommer ist jetzt auch in Sizilien vorbei, mit einem großen Schlag, 23 Grad hat es nur noch, das ist für die Sizilianer Grund genug, die Winterklamotten aus dem Schrank zu holen. Ganz so schlimm finde ich es noch nicht, aber den Strand gehen mag ich jetzt auch nicht mehr. Mir ist das Meer auch im Sommer, wenn es in allen Farben blau in der Sonne glitzert, nicht wirklich geheuer, ich halte es mit den Einheimischen, die stundenlang in sicherer Ufernähe im Wasser stehen und palavern. Dort, wo am Lido di Noto, das ist das Seebad Notos, noch am vergangenen Wochenende dicht an dicht Sonnenschirme standen und im August kaum ein freier Fleck für das Handtuch zu finden ist, hat der Medicane auch gewütet, einige Stabilimenti, die die Saison nicht rechtzeitig beendet hatten, wurden beschädigt. Nach dem Sturm machen sich langsam wieder die Touristen breit, ich habe aber keine Lust mehr.

Die ist mir irgendwie am Freitag vergangenen, als ich mir das Naturspektakel in Calabernardo angeschaut hatte. Ein aufgepeitschtes Meer gibt auch bessere Motive her. So wie der Steg, der so gut es eben ging den Wellen standhielt. Wie gesagt, mir ist das Meer nicht geheuer, also hab ich mir die Situation aus sicherer Entfernung erst mal eine Zeit lang angeschaut. Die Plattform, auf der bis vor kurzem noch die Lounge einer Strandbar war, schien trotz der Wellen trocken zu bleiben. Sie erschien als optimaler Standort, um den Steg zu fotografieren. Als ob die wütende See auf so eine dämliche Fotografin wie mich nur gewartet hätte, dreht sie in dem Moment erst so richtig auf und schickte die Ausläufer einer neuen Welle in Richtung Land. Die Plattform, auf der ich stand, war im Nu unter Wasser, das mir dann bis fast an die Knie reichte. Nur nicht umfallen, hoffte ich, und noch inständiger, dass nicht eine größere Welle folgte. Noch beunruhigender war allerdings der Sog unter meinen Füßen, als das Meer sich wieder zurückzog. Ich habe, als ich wieder einen sicheren Stand hatte, noch ein paar Fotos gemacht. Meine Schuhe waren ja ohnehin schon nass.

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Ich war eine willkommene Abwechslung für die Touristen, die von der Bar aus das Wüten des Meeres verfolgten und ein paar hämische Worte hatten sie auch für mich. Vielleicht zurecht. Die Einheimischen brachten jedenfalls auch ihre Autos in Sicherheit.

Am Tag danach, als ich wissen wollte, wie Calabernardo den Sturm überstanden hat, wurde mir dann auch klar, warum manche Sizilianer ihre Grundstücke am Meer mit hohen Mauern abschotten, die so gar keinen Blick aufs Meer ermöglichen.

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Pozzallo

Der Hafen von Pozzallo ist vermutlich der sauberste Flecken auf Sizilien. Kein Müll am Straßenrand, keine wild parkenden Autos, keine streunenden Hunde. Der Metallzaun, der die Anlage einzäunt, wirkt wie frisch gestrichen. Diese Anmutung wird streng bewacht, von Soldaten mit Maschinengewehren. Bewacht vor wem? Der Hafen wirkt menschenleer. Ich muss schon ein paar Mal am Zaun entlang gehen, um überhaupt etwas zu entdecken von dem, was sich hinter diesem Bollwerk abspielt: Wracks, die sauber aufgestapelt sind. An den arabischen Zeichen erkennt man sofort, worum es sich handelt: Flüchtlingsboote. Natürlich will ich das fotografieren. Damit habe ich aber sofort die Soldaten auf mich aufmerksam gemacht.

Hafen

Was ich hier mache, fragen sie mich. Ich stelle mich so, als ob ich sie nicht verstanden hätte. Aber der dann auf Englisch geforderten Auskunft kann ich mich nicht mehr verweigern. Ich erkläre es dem reglos blickenden Soldaten. Dass ich Journalistin sei. Ich zeige ihm meinen Presseausweis, aber wie befürchtet, macht das die Lage nicht besser. Vielleicht hätte ich mich als Touristin ausgeben sollen, die nach Malta will. Zu spät. Der Wächter verdeutlicht mir, dass ich eine offizielle Erlaubnis brauchen würde, um in den Hafen zu gelangen. Wo ich die bekommen könnte, sagt er mir allerdings nicht. So wie ich Sizilien kenne, wäre das vermutlich ohnehin ein Behördengang sondergleichen.

Ich verzichte also auf mein Foto und die Soldaten irgendwie heimlich zu fotografieren, das lasse ich auch lieber sein, denn die Stimmung hier am Hafen wirkt angespannt. Sie hat so gar nichts von der Aufbruchsstimmung, die einen in der ganzen Welt ganz von selbst dort befällt, wo Schiffe verkehren. Immerhin können mir die Soldaten nicht verbieten, den benachbarten Strand aufzusuchen. Dort gibt es auch eine kleine Bar, aber die hat geschlossen. In Sizilien ist für dieses Jahr Fine Stagione. Nur der Metallzaun trennt das Café vom gespenstisch ruhigen Hafen. Auch nach Malta fahren momentan offenbar keine Fähren. Als Bollwerk zwischen Strand und Hafengelände dienen riesige Steinklötze, auf die ich klettere, um über den Zaun zu schauen. Zu sehen bekomme ich allerdings nur ein paar Privatboote und das Gebäude der Guardia Costiera. Keine einzige Menschenseele scheint es in diesem Hafen zu geben. Auch in der verwaisten Bar gibt es keine Auskunft.

150000 Migranten, so lässt sich recherchieren, sollen in den vergangenen 30 Jahren in diesem Hafen an Land gegangen sein. Jedes Jahr wurden es mehr, das Thema Flüchtlinge war hier schon evident, als der Rest Europas noch müde abwinkte. Sizilien war ja ziemlich weit weg. Und Pozzallo, an der Grenze Europas, kannte niemand. Dann tauchte der Name in den Fernsehnachrichten auf, zuerst nur manchmal, dann regelmäßig. Zuletzt, weil der italienische Innenminister Salvini Rettungsschiffen verbot, italienische Häfen anzulaufen. Also kommen auch keine mehr nach Pozzallo. Deshalb ist auch das Erstaufnahmelager im Hafen leer. Private Rettungsschiffe gibt es momentan kein einziges im Mittelmeer. Weshalb vermutlich noch mehr Menschen auf See sterben werden. Bis etwa Mitte dieses Jahres kamen laut offiziellen Zahlen 1500 Kinder, Frauen und Männer um.

Den Schleppern auf afrikanischer Seite ist das gleichgültig. Sie nehmen von denen, die aus Afrika weg müssen, einen Haufen Geld, so what, ob sie die 400 Kilometer über das Mittelmeer schaffen. Ja, sie spekulieren darauf, dass Rettungsschiffe kommen und die Menschen aufnehmen. Nur, dass derzeit keine unterwegs sind. Der Tod steigt mit in jedes erbärmliche Schlauchboot.

Francesca Melandri schreibt in ihrem gut recherchierten Roman „Alle, außer mir: „Wer auf der Überfahrt nicht verdurstet oder an Unterkühlung stirbt, oder an einer Blutvergiftung wegen des Kots und der Kotze, die auf dem Bootsboden herumschwimmen, stirbt daran. Treibstoffverbrennung. Vorausgesetzt, du ertrinkst nicht, klar.“ Wenn Treibstoff ins Boot läuft und sich mit dem Spritzwasser vermischt und Menschen in der Brühe aus Treibstoff und Salzwasser sitzen, wird ihr Körper zunächst taub. Dann fängt er an zu stechen, die Haut wird violett, wie bei einem schweren Sonnenbrand. Die Schmerzen, die dann einsetzen, sind unerträglich. Die Flüchtlinge kommen in immer schlechteren gesundheitlichen Zustand in Italien an. Schon das oft jahrelange Warten in Libyen unter menschenunwürdigen Bedingungen setzt den Menschen zu.

Boote

Die Pozzallesi sind sich einig, dass man diese Flüchtlinge retten muss. Pozzallo ist eine Stadt der Seefahrer. Für sie gilt neben dem italienischen Recht auch das Recht der Seefahrer und aus dem leitet sich ab, nicht wegzusehen, wenn ein Mensch in Not ist. Andererseits beklagen sie, dass es einfach zu viele sind und dass das reiche Nordeuropa einfach wegschaut. Wenn ein Flüchtling Hunger hat, dann bekommt er etwas zu essen, klar. Aber wenn zehn Hunger haben, dann bleibt mir nichts, so denken die Sizilianer und geben damit Salvini recht.

In diesem Sommer hat es eine Gedenkveranstaltung gegeben in Pozzallo, für die ungezählten Toten, die draußen im Meer geblieben sind und für die 40 Toten, die vor einigen Jahren am Strand lagen. Dabei wurde das Gedicht eines jungen Eritreers verlesen, der im Frühjahr eineinhalb Tage nach seiner Rettung gestorben ist. „Ist es wirklich so schön, alleine zu leben? Deinen Bruder in Zeiten der Not zu vergessen?“

Promenade
Kinder spielen vor dem Mittelmeer im Abendlicht Ball.

 

Das frage ich mich an diesem Nachmittag in Pozzallo, das wie ein ganz normales sizilianisches Städtchen wirkt, vielleicht etwas sauberer. Migranten sieht man kaum, drei junge Afrikanerinnen schleppen Einkaufstüten in Richtung Hafen. Die Kirche wird auf Hochglanz gebracht, am Wochenende ist die Festa der Stadtheiligen Rosalia. Kinder spielen Ball, Jugendliche treffen sich an der neu angelegten Promenade. Das Mittelmeer ist an diesem stürmischen Tag sehr aufgewühlt. So wie ich. Ich schaue hinaus in diese Inszenierung aus Licht und Wasser. Abendstimmung am Strand, in Pozzallo genießt sich die nicht unbeschwert.

Ich trinke noch einen Café, schaue dem Feierabendtreiben der Einheimischen zu, freue mich über eine dieser alten Tankstellen, die einfach so mit einer Zapfsäule am Straßenrand stehen. Ich fahre bei der Weiterfahrt noch einmal durch den Hafen. Und sehe dort doch noch Menschen: Eine Gruppe junger Männer. Zwei fallen sich erleichtert um den Hals, so als ob sie sich schon lange nicht mehr gesehen hätten. Ich wünsche mir, als ich die beiden beim Vorbeifahren beobachte, dass wenigstens ihre Geschichte gut ausgegangen ist.

Auferstanden aus Ruinen

Fast 20 Jahre ist es jetzt her, dass ich das erste Mal nach Palermo kam. So wie es sich gehört, mit dem Schiff. Die einzig angemessene Art, um nach dort zu gelangen. Schon Stunden vor dem Einlaufen der Fähre aus Genua in den Hafen stand ich aufgeregt an der Reling, um nur ja nichts zu verpassen. Auch mich hatte Goethe mit seiner Italienischen Reise manipuliert, wie so viele andere vor mir,  hoffte auch ich, das zu sehen, was dieser Dichter 200 Jahre zuvor schon zu sehen vorgegeben hatte. Dunstig war es, selbst auf See drückte die Hitze, man sah gar nichts. Die Inselkapitale in ihrer ganzen Würde, die sich nur vom Meer her offenbart, die „Conca d’oro“ versteckte sich im Dunst. Der Mythos Palermos, der die Vielfalt, das Elend und den Reichtum Siziliens vereint, blieb versteckt in Dunstschwaden.

Wir gingen also an Land, ich ein wenig enttäuscht, Goethes Erfahrung nicht geteilt zu haben. Ängstlichkeit war unsere stete Begleiterin. Palermo, das war 2001, als es noch keinen Euro gab, die Stadt ganz weit weg, ganz tief im Süden, umflort von der gruseligen Magie des Begriffes „Mafia“. Palermo blieb sperrig. Spätestens um 20 Uhr war alles hochgeklappt, die Eisenrollos rauschten lärmend herab. Wir, die italophilen Deutschen, staunten, dass es so tief im Süden keinen abendlichen Corso gab, keine Bars, keine Cafés, keine Menschen, die die Straßen bevölkerten. Wie ausgestorben wirkte Palermo.

Palermo war zur Jahrtausendwende noch ein düsterer Mythos. Tags, als das Leben zurück kehrte auf die Straßen, der Verkehr wie wahnsinnig tobte, konnte es in dieser Stadt schnell passieren, dass der Tourist in zwielichtigen Gegenden strandete, den Blick dann stur gerade aus. Nur nicht auffallen. Als ob das durch Wegschauen möglich gewesen wäre. Pferde vegetierten damals noch in  dunklen Verschlägen der Erdgeschosse der vielstöckigen Mietshäuser in der Altstadt. Archaisch mutete das an, fremd, befremdlich. Dazwischen Trümmer, noch von den Bombardements des Zweiten Weltkriegs. Und dann, ganz unvermutet, schon damals wie auferstanden aus diesen Ruinen, die herrlichen Baudenkmäler aus allen Epochen. Der Normannenpalast, die Kathedrale, die Quatro Canti, damals natürlich noch ein wichtiger, lauter, abgasgeschwängerter, umtoster Verkehrsknotenpunkt. Der Spaziergang zu Lo Spasimo glich einem Wagnis sondergleichen, verrucht trifft die damals zu durchquerenden Quartiere nur dürftig.

Cattedrale di Palermo
Baudenkmäler aus allen Epochen zieren Palermo, hier die Kathedrale, das einzige christliche Gotteshaus der Welt, das mit einer Koransure geschmückt ist.

Ich war nach 2001 noch mehrmals in Palermo, immer das Gleiche, seit zehn Jahren aber nicht mehr. Jetzt war ich wieder dort. Ich kam nicht mit dem Schiff an, sondern ganz profan, mit dem Bus aus Catania. Nicht die „Conca d’ora“ breitete sich vor mir aus, sondern die „Conca di cemento“, wie die trostlosen Betonquartiere der Außenbezirke genannt werden, mit denen vermutlich die Mafia ihr Geld wusch. Fast sprachlos war ich, als ich das mythenreiche Palermo — allgemein und privat — ganz neu entdeckte. Ich staunte. Die fünftgrößte Stadt Italiens ist heute eine quirlige, quicklebendige Metropole, bunt, aufregend. Dort, wo vor 20 Jahren erbarmungswürdige Pferde ihren Stall hatten, sind heute kleine Geschäfte, Designerläden, und die Quatro Canti sind Fußgängerzone. Der Spaziergänger muss sich nicht mehr in Lebensgefahr begeben, wenn er vom Mittelpunkt aus die Kreuzung des Corso Vittorio Emanuele mit der Via Maqueda erleben will. Diese Verkehrsachsen sind allesamt Fußgängerzonen, mit Betonquadern abgesperrt, die aber bunt bemalt. Fremd wirkt durch diese plötzliche Wandlung, durch die Verbannung des irrwitzigen Verkehrs, die Stadt auch jetzt, fast ein wenig wird sie zur Kulisse für dieTausenden Touristen, die anstelle der Autos heute die Straßen verstopfen. Auch das wirkt ein wenig enttäuschend, aber nur für einen Moment der Nostalgie. In der nackten Realität war es die Mafia, ihre grausamen Morde und Verbrechen, die früher Palermo zu einer Untoten machten.

 

Sparkling Palermo
Tatsächlich zeigt Palermo heute noch Widersprüche. Licht und Schatten finden sich auf einem Platz, einer Gasse, ja in einem Haus. Wer durch die Viertel um den Corso Vittorio Emanuele und die Via Maqueda streift, stößt auf liebevoll restaurierte Barock-Paläste und herrliche Stadtgärten. Und inmitten dieses Überschwangs versprüht der Brunnen auf der Piazza Pretoria.

Tatsächlich zeigt Palermo heute noch Widersprüche.  Licht und Schatten finden sich auf einem Platz, einer Gasse, ja in einem Haus. Wer durch die Viertel um den Corso Vittorio Emanuele und die Via Maqueda streift, stößt auf liebevoll restaurierte Barock-Paläste, herrliche Stadtgärten, quirlige Trattorien und das besagte, heute blühende Kulturzentrum in der Kirche Santa Maria dello Spasimo, das früher nur mit einem flauen Gefühl im Magen zu erreichen war.

Und dann, eine Ecke weiter, öffnet sich ein Bild des Verfalls, als habe da ein apokalyptischer Reiter die Kulisse entworfen. Da stehen Häuserruinen noch so, wie sie die alliierten Flächenbombardements 1943 zurückließen, da hängen verrottete barocke Balkongitter vor vermauerten Fenstern, sind Fassaden mit Drahtgitter überspannt, damit keine Brocken auf die Straße fallen. Etliche Häuser sind ganz eingerüstet – nicht weil sie renoviert werden, sondern damit sie nicht einstürzen.

Streetart in Palermo
Und dann, eine Ecke weiter, öffnet sich ein Bild des Verfalls, als habe da ein apokalyptischer Reiter die Kulisse entworfen. Da stehen Häuserruinen noch so, wie sie die alliierten Flächenbombardements 1943 zurückließen. Für Streetart-Künstler eine willkommene Leinwand.

Leoluca Orlando, Palermos Bürgermeister, hat es geschafft, dass es in Palermo jetzt nicht nur Schatten, sondern auch viel Licht gibt. Zwischen 1985 und 2000 hat er bereits drei Mal regiert. Jetzt wieder, noch bis 2022. Dabei gelang es ihm, vom Kommunalpolitiker zum Mythos zu werden. Orlando wurde Heldengestalt im Kampf gegen die Mafia, das Symbol des „Frühlings von Palermo“, der gute Pate der verwahrlosten Metropole Siziliens. Er hauchte der fatalistischen Stadt Hoffnung ein. Er ließ Kirchen und Paläste renovieren, Parks anlegen, Straßen beleuchten, Museen eröffnen und schaffte so heile Inseln in der von Armut und Verfall zerfressenen Altstadt. Und er hämmerte den Menschen ein: „Die Mafia ist nicht eure Identität – sie pervertiert eure Identität.“ Die Cosa Nostra räumte ihm dafür den Spitzenplatz auf ihrer Abschussliste ein. „Wandelnde Leiche“ wurde er genannt.

Der aus altem Adel stammende Bürgermeister überlebte – zu seiner Überraschung. Seine Popularität habe ihn geschützt, besser noch als die Leibwächter. „Wenn ich in die Trabantenstädte zu den Menschen ging, und die Kinder kamen und umarmten mich, dann wagte es die Mafia nicht, mich zu töten.“

In Palermo  hat „u sinnacu“, der Bürgermeister,   seinen Zauber bis heute behalten. Das zeigt sich auf dem ältesten Straßenmarkt, dem quirligen Ballarò im Centro Storico. Im Gegensatz zur nahen Vucciria ist der Ballarò noch nicht zum Theatermarkt für Touristen geworden. Die Händler haben vor ihren höhlenartigen Läden aufgebaut, was die Menschen brauchen. Artischocken und Turnschuhe, Käse und Jeans, Klopapier, Bier, Rindsleber und Handtaschen. Markisen und Plastikplanen hängen so dicht über den gewundenen Gassen, dass kaum Sonnenlicht eindringt. Die Sizilianer haben Angst vor der Linken, das zeigen die Wahlergebnisse regelmäßig. Aber Leoluca Orlando wählen sie trotzdem. Immer wieder. Auch wenn nach 2022 erst mal wieder Schluss sein wird, denn mehr als zwei zusammenhängende Wahlperioden gibt das italienische Wahlrecht nicht her.

Und für eine weitere große Sache steht Orlando, in Zeiten, in denen ganz Europa ernsthaft darüber diskutiert, im Mittelmeer Menschen ertrinken zu lassen. U sinnacù steht für eine Willkommenskultur alla siciliana. Es heißt, er begrüßt die Flüchtlinge in seiner Stadt persönlich. Keine andere Stadt in Europa hat so viele Flüchtlinge wie Palermo aufgenommen — trotz ihrer eigenen immensen Probleme, die als einfache Ausrede gelten könnten.

Es gibt noch viel zu tun in Palermo, immer noch. Dennoch: Vor 20 Jahren war Palermo eine Stadt der Angst. Heute ist es eine Stadt mit Ambitionen. Will wieder zu dem wirtschaftlichen und geistigen Zentrum des Mittelmeerraums werden, das es in der Geschichte schon war, etwa unter dem Staufer-Herrscher Friedrich II.

Souvlaki statt Seehofer

Festivalzeit in Franken. Taubertalfestival 2018. Bemerkenswert: Feine Sahne Fischfilet. Die Punkband aus MeckPomm macht auf der Bühne keine Kunst sondern ein Statement. Musik ist ein Mittel zum Zweck, um Rassisten, Sexisten, Homophoben und dem Staat Wut entgegen zu schleudern. Feine Sahne Fischfilet ist im besten Sinne politisch: Antifaschismus wird mit jedem Ton gelebt. Neonazis als barbarisch und menschenverachtend zu outen, das ist die Mission  von Sänger Monchi und seinen Jungs. Mit Sexismus-Vorwürfen in der Vergangenheit selbst konfrontiert, ursprünglich in der berüchtigten Ultra-Szene von Hansa Rostock verortet, haben sich die Musiker von Feine Sahne Fischfilet deutlich distanziert, geben sich geläutert und scheren sich einen Dreck um Sicherheitkonzepte. Nicht die gesamte Pyro bei ihrer Show bei Taubertal war offenbar abgesprochen. Anstrengend ist die Interaktion mit dem Publikum, geöffnete Plastik-Bierflaschen sorgen für eine ungewollte Bierdusche, nicht immer ist der Dialog freundlich, Monchi trägt sein Herz auf der Zunge. Macht klare Ansagen, freut sich, dass in Bayern Tausende gegen die Politik Seehofers auf die Straße gegangen sind. Fordert auf einem riesigen Banner: Souvlaki statt Seehofer.

 

 

Joris ist  vielschichtiger. Fordert seine Fans zur gelebten Nächstenliebe auf und alle nehmen ihren Nachbarn in den Arm. Die komplette Eiswiese umarmt sich plötzlich. Erinnert sich an den Anschlag in Ansbach vor zwei Jahren. Auch seine Band hatte auf diesem Mini-Festival gespielt. „Wir lassen uns das Feiern  nicht verbieten“, ruft er seinen Fans jetzt in Rothenburg zu, nachdem er bekannt hatte, dass er damals nach diesem Erlebnis erst mal gar keine Lust mehr zu spielen hatte. Die ist zum Glück längst wieder da, sein Spieltrieb mit Sounds, Stilen und dem Publikum ist hinreißend.

 

Bee there

Ein starkes Volk: Bienen sind die drittwichtigsten Nutztiere der Menschen nach Rindern und Schweinen. Neben der Produktion von Honig haben sie eine unverzichtbare Aufgabe in der Natur und Landwirtschaft: Sie bestäuben Pflanzen. Ohne die Bienen wären die Streuobstwiesen am Hesselberg nichts als eine Blütenzierde im Frühling, meint Hobby-Imker Friedrich Linse aus Opfenried. Ohne Bienen gäbe es manche Obst- und Gemüsesorten nicht mehr und deutlich weniger Blumen.

Ich will in der Serie „Blütenvölker“ in den kommenden Monaten einen Blick in diesen gefährdeten Kosmos werfen. Allein in Deutschland sind mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Allerdings sind die Staaten bildenden Insekten bedroht. Jährlich, davon gehen Biologen aus, sterben Milliarden von Bienen. In Europa, so heißt es, verlieren Imker jedes Jahr rund zehn Prozent ihrer Völker. Bienen allerdings unverzichtbar, sie bestäuben jeden dritten Bissen Nahrung, wie Statistiken sagen. Indes leiden die Insekten unter anderem unter dem Einsatz von Pestiziden und dem Fehlen von Blühflächen. Ein Volk von Honigbienen umfasst zur Hochsaison im Frühsommer bis zu 50 000 „Bürger“ in einem Bienenstock. Was auf den ersten Blick für den Laien wie ein heilloses Durcheinander wirkt, erweist sich als durchorganisierter Superorganismus. Alle Mitglieder des Staates, ob Königin, Arbeiterinnen oder Drohnen, verfolgen das gleiche Ziel: das Überleben des Volkes und seiner Nachkommen zu sichern. Allerdings werden die Völker in ihrem Bestand von äußeren Faktoren bedroht. Zum einen finden Honigbienen nicht mehr genug vielseitige Nahrung, was oft an Monokulturen in der Landwirtschaft liegt. Auch eingesetzte Pestizide bedrohen das Leben der Biene. Auch natürliche Feinde wie Parasiten oder die Varroamilbe. Wird diese nicht richtig bekämpft wird, kann dies das Ende für ein ganzes Bienenvolk bedeuten. Zuletzt ist es auch der Klimawandel, der den Bienen zu schaffen macht, weil er ihren natürlichen Lebenszyklus ins Wanken bringt, durch zu starke Temperaturschwankungen im Winter beispielsweise. Friedrich Linse hat zehn Bienen-Völker auf seinem Grundstück am Südhang des Hesselbergs stehen. Jetzt, nach dem langen Winter, ist er gespannt, wie seine Bienen durch die kalten Monate gekommen sind. Im ersten Teil der Serie wird er anlässlich der so genannten Frühjahrsdurchsicht seine Stöcke öffnen.

The Beast From The East

Red weather alarm: 1982 soll der letzte vergleichbare Schneesturm über die Insel gefegt sein, heißt es. „Emma“ tobt sich heute draußen aus, „The beast from the East“ heißt das aktuelle Wetterchaos in den die Medien.

Praktisch heißt das in Dublin: Red weather alarm. Schulen zu, Museen zu, Flughafen so gut wie zu. Wenigstens: Pubs haben auf. Ein Guiness geht immer und Whiskey wärmt von innen.

Drinnen bleiben also, vielleicht ein Buch lesen, Ulysses??? Vielleicht hat James Joyce ja auch über Schneestürme in Dublin geschrieben, in seiner obsessiven Liebeserklärung an seine Heimatstadt, in der er schon als junger Mann wegging, weil er hier nicht leben wollte.

Er war einer der Millionen Iren, die die Insel verlassen haben. Wer weiß das schon, ob Joyce über Schneestürme geschrieben hat, wer hat Ulysses denn wirklich gelesen?

Ireland has a long history of departure, heißt es in dem genialen EPIC — Museum of Migration. Die Gründe sind so vielfältig wie die Menschen, die gingen und noch immer jedes Jahr der Insel den Rücken kehren. Hunger, Hoffnungslosigkeit, Hoffnung, Gefängnis, Freiheit, Rebellion, Konvention, Abenteuerlust, Mission – Millionen Iren nahmen in Jahrhunderten Millionen Gründe mit aufs Schiff, in den Zug, ins Auto oder ins Flugzeug.

The beast hat also Dublin heute lahm gelegt. Drinnen bleiben lautet der Rat. Warten. Warten auf Godot? Samuel Beckett, noch einer der famous Irish Writers. Ihre Bücher stehen in der Library des Trinity College . Beckett war einer der berühmten Absolventen, ebenso wie Oscar Wikde. Mehr als drei Millionen Bücher sollen dort in den Regalen stehen. Und das Book of Kells. Der größte Kunstschatz Irlands.

Zum Kulturgut Nummer eins zählt auch Guinness. Seit 1759 wird Guinness am St. James’s Gate in Dublin gebraut. Wenn gar nichts mehr geht, ein Guinness geht immer.

Außer die Pubs gehen vor „Emma“ doch noch in die Knie. Das hofft heute in Dublin niemand. Das fürchten heute in Dublin alle.

Große Oper

Natürlich ist dieser Markt irgendwie auch für die Touristen. Für die Reisenden, die das so genannte Authentische suchen. Das ursprüngliche Sizilien. Gerne in Gruppen. Aber welcher Tourist kauft sich hier schon einen frischen Fisch? Vielleicht einen Pfirsich oder Trauben. Mandeln, Limoncello oder Gewürze für Pasta, die dann zu Hause doch nicht so schmeckt, wie die Duftorgie in dieser schmalen Gasse verhießen hat? Die Touristen lassen sich bei über 30 Grad zur Mittagszeit hier einen Vino schmecken und nehmen dann vielleicht ein paar Flaschen mit nach Hause.

Der Antico Mercato di Ortigia in Siracusa liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Apollo-Tempel, der, wie ein Führer auf Englisch erklärt, bis zum Erdbeben 1693 noch so ziemlich unversehrt gewesen sein soll. Kann stimmen, muss aber nicht. Jedenfalls stehen die Säulen   ziemlich beiläufig am Ende des Corso Umberto, liegen tiefer als der Platz. Der Betrachter schaut auf diese Überreste einer glorreichen Geschichte fast ein bisschen herab. Zwangsläufig. Betreten darf man die Ruinen nicht.

Am östlichen Ende, vor der alten Markthalle, die geschlossen ist, stehen ein paar Stände, Sonnenhüte, Taschen und Andenkenkitsch gibt es hier. Kaum eines Blickes wert. Selbst die Afrikaner, die hier handeln wollen, glauben nicht an Kundschaft und sitzen etwas abseits im Schatten. Die Via Trento zweigt von hier ab. Eine schmale Gasse eher, überspannt von gestreiften Marktschirmen, und hier eröffnet sich dann ein Stück Sicilianità, ganz unerwartet. Geschrei ist aus den Pescherie, den Fischläden, rechter Hand zu hören, Singsang in allen Lautstärken, breitestes Sizilianisch, das sich höchstens wie Italienisch anhört. Aber eigentlich klingt es wie große Oper. Da braucht der Zuschauer auch ein Libretto, um die Handlung zu verstehen.

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Immerhin, so viel ist auf dem Markt verständlich: Es geht um den Fisch, der, in der Hitze appetitlich auf Eis gepackt, feilgeboten wird. Alle Farben, alle Arten, die das Ionische Meer hergibt, sind in der  Auslage. Auch Austern, Seeigel, kleine Fische, große Fische, mit und ohne Schwert.

An den Ständen gegenüber die Beilagen: Sizilien ist ein Füllhorn, war es schon immer, zu allen Zeiten, in allen Epochen und man fragt sich verwundert, wo nur all das Wasser herkommt für diese reiche Ernte. Geregnet hat es in diesem Jahr kaum. Alle Sorten von Obst, Gemüse, Pistazien aus Bronte, Mandeln aus Avola, Oliven, schwarze, grüne, eingelegte: Der Tisch ist reich gedeckt.

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Und da zeigt sich dann, dass der Antico Mercato eben doch nicht für die Touristen da ist. Die Siracusani haben hier am Samstag Vormittag die Oberhand. Nur das Beste ist ihnen gut genug bei ihrem Einkauf für den Sonntag. Mit Argusaugen überwachen sie, ob ihnen auch wirklich nur die besten Fische, die schönsten Pfirsiche und die größten Kartoffeln eingepackt werden.

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Sie lassen sich nicht täuschen von der theaterreifen Vorstellung der Händler. Und nicht stören von den staunenden Touristen.

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Schweres Beben

Afrika und Europa, das ist eine heikle Angelegenheit. In jeglicher Hinsicht. Auch tektonisch. Der Kontinent stößt gegen Europa. Das erzeugt im Untergrund Spannungen, die sich von Zeit zu Zeit mit gewaltigen Krach und heftigen Erschütterungen entladen. Das ist besonders gründlich 1693 im Südosten der Insel geschehen. Das damalige Erdbeben war so stark, dass es die Städte in der Region völlig zerstörte. Da gab’s nichts mehr zu reparieren. Es half nur ein kompletter Neuaufbau.

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Die Kathedrale San Nicolò in Noto ist die Kathedrale des Bistums Noto. Sie wurde nach dem Erdbeben von 1693 am neuen Standort der Stadt von 1694 bis 1703 als Hauptpfarrkirche (Chiesa Madre) von Noto errichtet. Die Vierungskuppel über dem dreischiffigen Innenraum stürzte 1996 zusammen mit den Seitenschiffen auf Grund von Erosion und Materialermüdung ein. Von 1999 bis 2007 wurde die Kathedrale restauriert. Ab 2009 malte der russische Künstler Oleg Supereko die Kuppel mit neuen Fresken aus.

Die Städte im Südosten der Insel, im Val di Noto, waren vom Barock noch kaum erreicht worden, als dieses Erdbeben sie in Schutt und Asche legte. Mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala, so glauben Wissenschaftler heute, war es das Stärkste, das bis dahin jemals in Italien gemessen wurde. 60000 Menschen sollen damals gestorben sein, alleine 16000 in Catania.

Die ersten starken Erschütterungen  kamen ohne Vorwarnung am Abend Freitag, 9. Januar 1693, gegen 21 Uhr. Viele Gebäude stürzten zwar ein, aber es soll keine Verletzten gegeben haben. Am folgenden Samstag gab es keine weiteren schweren Erschütterungen, die Menschen atmeten auf, hatten die Illusion, dass alles vorbei war, noch einmal davongekommen zu sein. Dass dies tatsächlich eine Illusion war, spürten sie am Sonntag Morgen, 11. Januar, um 9 Uhr, als es immer wieder zu starken Stößen kam. Das schreckliche und vernichtende Erdbeben ereignete sich schließlich um 13.30 Uhr. Es ließ eine enorme Zerstörung und tausende Tote zurück. Zwei Jahre lang sollte die sizilianische Erde nicht mehr zur Ruhe kommen.

Das Val di Noto lag in Trümmern. Rekonstruieren: ausgeschlossen. Also: Ganz von vorne beginnen. Der Neuanfang führte zu einer durchgreifenden Modernisierung der beschädigten Stadt­anlagen. In Catania, der alten Universitätsstadt am Ionischen Meer, und in vielen anderen Orten dieser Region entstanden nun an der Stelle mittelalterlich verwinkelter Gassen recht­winklige Straßennetze und großzügig angelegte Plätze.

Noto
Noto wurde gar an einem anderen Ort von Grund auf neu errichtet. Näher an der Küste.

Noto wurde gar an einem anderen Ort von Grund auf neu errichtet. Näher an der Küste. Graf von Landolina aus Syrakus war die treibende Kraft. Er beauftragte die Architekten Rosario Gagliardi, Paolo Labisi, Antonio Mazza und Vincenzo Sinatra, welche 1703 einen neuen Stadtplan mit einem rechtwinkligen Straßenraster vorlegten. Dieses  wurde mit Kirchen und Palästen ausgefüllt. Bevorzugtes Baumaterial war der helle Kalktuff aus der Gegend. Beflügelt durch das Streben nach möglichst großem Einfluss in der Stadt, versuchten viele Bauherren, sich beim Wiederaufbau gegenseitig zu über­ treffen, etwa der Bischof die Stadtregierung oder eine adelige Familie die andere.

Val di Noto, „das Land des sizilianischen Barock“, ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Noto hat unter diesen Städten den einheitlichsten architektonischen Gebäudekomplex. Die Stadt wird auch als „Garten aus Stein“ bezeichnet, sie ist die schönste Blüte in diesem betörenden Überschwang der Baukunst. Sie ist gleichzeitig ein sprechendes Beispiel für den menschlichen Glauben, für Beharrlichkeit und kolossale Lebenslust. Den architektonischen Gärtnern ist es gelungen, eine absolute Harmonie der Gebäude mit der Umwelt zu erreichen. Kirchen, Paläste und Gotteshäuser sind ein Teil des Ganzen, ein Kettenglied, der die Erde mit dem Himmel vereinigt.

Chiesa
Den architektonischen Gärtnern ist es gelungen, eine absolute Harmonie der Gebäude mit der Umwelt zu erreichen. Kirchen, Paläste und Gotteshäuser sind ein Teil des Ganzen, ein Kettenglied, der die Erde mit dem Himmel vereinigt.